Mitglieder der Allianz 'Gesunde Schweiz'

Stellungnahme der Allianz 'Gesunde Schweiz' zum Konzept "PrÀvention in der Gesundheitsversorgung"

Im Rahmen des Handlungsfelds 2 der nationalen NCD-Strategie "PrĂ€vention in der Gesundheitsversorgung wurden vom Bundesamt fĂŒr Gesundheit BAG und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz eine Anhörung aller relevanten Public Health-Akteure durchgefĂŒhrt. Die Allianz 'Gesunde Schweiz' hat die Anliegen ihrer Mitglieder am 15. September 2017 mit einer Stellungnahme eingebracht.

GrĂŒndung der Parlamentarischen Gruppe NichtĂŒbertragbare Krankheiten NCD

In der Schweiz leiden rund 2,2 Millionen Menschen an einer nichtĂŒbertragbaren Krankheit (Englisch: non-communicable disease, kurz NCD) wie Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats und chronische Atemwegserkrankungen. Bei den MĂ€nnern sind sie fĂŒr die HĂ€lfte und bei den Frauen fĂŒr 60 Prozent aller TodesfĂ€lle vor dem 70. Lebensjahr verantwortlich. NichtĂŒbertragbare Krankheiten verursachen auch enorme Kosten: 2011 waren 80 Prozent der gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz von knapp 65 Milliarden Franken auf NCD zurĂŒckzufĂŒhren. Mit geringem Aufwand kann jede Person ihr Erkrankungsrisiko senken.

Angesichts dieser Zahlen ist es uns ein Anliegen, das Thema NCD und damit verbunden eine effiziente Gesundheitsförderung in der Schweizer Politik nachhaltig zu verankern. Aus diesem Grund haben die StĂ€nderĂ€te Hans Stöckli und Joachim Eder sowie die NationalrĂ€tin Ruth Humbel die Parlamentarische Gruppe nichtĂŒbertragbare Krankheiten NCD gegrĂŒndet. Ziel ist es, das Thema NCD in der Schweizer Politik nachhaltig zu verankern. Gesundheitsminister Alain Berset, GDK-PrĂ€sident Thomas Heiniger und RegierungsrĂ€tin Heidi Hanselmann haben am GrĂŒndungsanlass vom
14. Dezember 2016 die grosse Bedeutung des Themas fĂŒr die Gesellschaft betont. Medienmitteilung

 Keystone Bild alle neuBild: (c) Keystone

 

24.11.2016: Der Bund, die Kantone und die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz verstĂ€rken ihre Zusammenarbeit im PrĂ€ventionsbereich. Der Massnahmenplan fĂŒr die Nationale Strategie zur PrĂ€vention nichtĂŒbertragbarer Krankheiten wurde im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik von Bund und Kantonen genehmigt. Ausserdem verabschiedete der Dialog Massnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit und einen Aktionsplan zur SuizidprĂ€vention.

Die Allianz ,Gesunde Schweiz‘ begrĂŒsst den Massnahmenplan zur Umsetzung der nationalen Strategie PrĂ€vention nichtĂŒbertragbarer Krankheiten - Medienmitteilung

Der Bundesrat hat die nationale Strategie PrĂ€vention nichtĂŒbertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) am 6. April 2016 verabschiedet. Die Allianz ‚Gesunde Schweiz‘ hat dazu eine Medienmitteilung veröffentlicht, in der sie die Strategie ausdrĂŒcklich begrĂŒsst. Sie verweist zudem auf die wichtige Rolle der Mitglieder der Allianz bei der Umsetzung der Strategie.

 

patrick brinksma 386940 

 

Nationale Strategie zur PrĂ€vention nichtĂŒbertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie)

NichtĂŒbertragbare Krankheiten verursachen heute weltweit die meisten TodesfĂ€lle. In der Schweiz waren 2012 gemĂ€ss Bundesamt fĂŒr Statistik 69,8% der TodesfĂ€lle bei den MĂ€nnern und 65,4% bei den Frauen auf vier nichtĂŒbertragbare Krankheiten zurĂŒckzufĂŒhren: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes.
Im Rahmen der gesundheitspolitischen Gesamtschau «Gesundheit2020» hat der Bundesrat entschieden, die Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung zu intensivieren. Im November 2013 hat der «Nationale Dialog Gesundheitspolitik» - die stĂ€ndige Plattform von Bund und Kantonen - den Start fĂŒr die Erarbeitung einer Nationalen Strategie zur PrĂ€vention von nichtĂŒbertragbaren Krankheiten bis Ende 2016 beschlossen. Die NCD-Strategie soll die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern sowie Rahmenbedingungen schaffen, die ein gesĂŒnderes Verhalten vereinfachen.

Nationale Strategie zur PrĂ€vention nichtĂŒbertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie): Forderungen der Allianz ‚Gesunde Schweiz' an die Ergebnisse (pdf-Datei, 165 kb)

Zum Strategieentwurf konnten sich alle interessierten Kreise im Rahmen einer Konsultation bis 28. September 2015 Àussern.
Konsultationsantwort der Allianz 'Gesunde Schweiz' vom 28. September 2015
Medienmitteilung vom 28. September 2015

 


Am Workshop vom 19. August 2015 wurde der Strategieentwurf vom BAG und der GDK vorgestellt. Anschliessend haben verschiedene Organisationen ihre Haltung zum Strategieentwurf kommentiert. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden kritische Punkte der Strategie sowie Erfolgs- bzw. Misserfolgsfaktoren aufgegriffen.

Programm und PrÀsentationen der Veranstaltung vom 19. August 2015
Programm
PrĂ€sentation Eva Bruhin, Bundesamt fĂŒr Gesundheit BAG und Stefan Leutwyler, Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK: "Vorstellung der NCD-Strategie"
PrĂ€sentation Tania Weng, QualiCCare: "Kritische WĂŒrdigung der Strategie, aus Sicht der Arbeitsgruppen NCD-Strategie"
PrÀsentation Roswitha Koch, SBK-ASI: "Die Perspektive der Gesundheitsversorgung"
PrĂ€sentation Peter Wiedersheim, Konferenz der Kantonalen Ärztegesellschaften KKA: "Ist die Gesundheitsversorgung genĂŒgend in die Strategie eingebunden?"
PrÀsentation Fridolin Marty, economiesuisse: "NCD-Strategie von Bund und Kantonen: Sicht der Wirtschaft"
PrÀsentation Ernest DÀllenbach, Schweizer Spirituosenverband, Infovin: "Position zur Strategie"
PrĂ€sentation Hans Stöckli, StĂ€nderat, GELIKO und Doris Fischer-TĂ€schler, Schweizerische Diabetes-Gesellschaft: "Die Position der Gesundheitsligen als Fach- und Patientenorganisationen im Bereich nichtĂŒbertragbare Krankheiten"



Mitglieder der Allianz 'Gesunde Schweiz'